Vincent Scarth & Lorenz Boskovic

Weltsensation! Der Riesenwels aus dem Zürichsee ist eine Ausstellung über Räubergeschichten, verpasste Wanderausstellungen und die ökologischen Auswirkungen von PowerFood.

Man stelle sich vor: Zwei metallene Schiffscontainer mitten auf einer Brache in Zürich, bei einem davon hängt im Eingang ein Vorhang aus schwarzer Plastikfolie, darauf  ist ein Kleber mit einer durchgestrichenen Fotokamera. Beim Betreten des nur mit Kerzenlicht beleuchteten Raumes kommt einem als erstes eine Welle warmer, nach faulem Fisch riechender Luft entgegen. Schliesslich gewöhnen sich die Augen an die Dunkelheit und ein achteinhalb Meter langer, schwarzer Wels wird sichtbar. Der berüchtigte Riesenwels aus dem Zürichsee. Ein regelrechter Leviathan – gefischt von der WWB (Wädenswiler Wels Bürgerwehr) kurz bevor er den gesamten See leergefressen hätte – liegt nun tot und stinkend vor unseren Füssen. Im anderen Container ist eine Ausstellung mit Dokumenten und Artefakten zum Fisch zu sehen: Polaroids von Sichtungen in den Achtzigerjahren, Gedenkfotos von gefressenen Schosshunden, Notizen einer besessenen Welsjägerin und der gesamte Mageninhalt des toten Tieres.

Inspiriert von historischen Begebenheiten wie der Wanderausstellung des Finnenwals Mrs. Jonathan in den Sechzigerjahren oder dem wildgewordenen Elefantenbullen in Murten im 19. Jahrhundert, thematisiert die Ausstellung die Faszination für grosse Tiere, sowie die spannungsgeladene Beziehung zwischen Mensch und Natur.

In Zusammenarbeit mit dem Schriftsteller Patric Marino veröffentlichten wir zur Ausstellung eine Publikation mit geschriebenen Wels-Sätzen und gezeichneten Wels-Bartfäden. Die Publikation kann – sowie das in quadratischen Portionen, direkt aus dem Tier herausgeschnitten Welsfleisch – hier erworben werden.

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